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Sozial-Fibel

Früherkennung von Krankheiten, Gesundheitsuntersuchungen

Gesundheitsuntersuchungen

Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung , haben ab dem 18. Lebensjahr grundsätzlich Anspruch auf ärztliche Gesundheitsuntersuchungen. Ziel ist es, gesundheitliche Risiken und Belastungen zu bewerten, bevölkerungsmedizinisch bedeutsame Erkrankungen zu erkennen und, darauf abgestimmt, präventionsorientiert zu beraten. Sofern medizinisch angezeigt, ist eine Präventionsempfehlung zu erteilen. Die Präventionsempfehlung informiert über Möglichkeiten und Hilfen zur Veränderung gesundheitsbezogener Verhaltensweisen, etwa zu Bewegungsangeboten und zu Angeboten zur Förderung einer ausgewogenen Ernährung. Die Gesundheitsuntersuchung umfasst auch die Überprüfung des Impfstatus im Hinblick auf die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission.

Für Versicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, besteht grundsätzlich Anspruch auf Untersuchungen zur Früherkennung von Krebserkrankungen.

Das Nähere über Inhalt, Art und Umfang der Untersuchungen, zu Zielgruppen, Altersgrenzen und Häufigkeit der Untersuchungen bestimmt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) in seinen Richtlinien.

§ 25 Sozialgesetzbuch V; Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses: Gesundheitsuntersuchung/Krebsfrüherkennung/Ulstraschallscreening Bauchaorteneurysmen und Mutterschaft

Gesetzliche Krankenkassen

www.patientenportal.bayern.de

www.g-ba.de/informationen/richtlinien/

Kinder- und Jugenduntersuchungen

In der gesetzlichen Krankenversicherung versicherte Kinder und Jugendliche haben bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres Anspruch auf Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten. Die Untersuchungen zielen auf Krankheiten ab, die die körperliche oder geistige Entwicklung der Kinder und Jugendlichen in nicht geringfügigem Maße gefährden ( Behinderte Kinder, Frühförderung und Frühbehandlung ). Die Untersuchungen beinhalten die Erfassung und Bewertung gesundheitlicher Risiken, die Überprüfung der Vollständigkeit des Impfstatus, eine präventionsorientierte Beratung sowie Informationen zu regionalen Unterstützungsangeboten. Sofern medizinisch angezeigt, ist eine Präventionsempfehlung zu erteilen.

Der Anspruch auf Gesundheitsuntersuchungen umfasst zudem Früherkennungsuntersuchungen auf Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten bis zum 6. Lebensjahr des Kindes.

Das Nähere über Inhalt, Art und Umfang der Untersuchungen, zu Altersgrenzen und Häufigkeit der Untersuchungen sowie zur Ausgestaltung der Präventionsempfehlung bestimmt der Gemeinsame Bundesausschuss in seinen Richtlinien.

§ 26 Sozialgesetzbuch V; Richtlinien des Gemeinsamen Bundesauschusses: zur Früherkennung von Krankheiten bei Kindern/Jugendgesundheitsuntersuchung/ Früherkennungsuntersuchung auf Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten

Zuständig: Gesetzliche Krankenkassen

www.patientenportal.bayern.de

www.g-ba.de/informationen/richtlinien/

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