Hauptinhalt

Radikalisierungsprävention

Fachtag Antisemitismus

„Alltäglicher Antisemitismus – Was tun?“

Der geplante Fachtag zum Thema „Alltäglicher Antisemitismus – Was tun?“ konnte aufgrund der Corona-Pandemie nicht als Präsenzveranstaltung stattfinden. Alle angefragten Referenten waren jedoch umgehend bereit, ihren Beitrag in Form von Videos zur Verfügung zu stellen – herzlichen Dank!

Zu den Videobeiträgen „Alltäglicher Antisemitismus – Was tun?"

Jugendliche stärken – gegen Radikalisierung und Extremismus

„Vorbeugung durch Stärkung“ lautet das Prinzip der Prävention. Die Radikalisierungsprävention rückt daher mit einem umfassenden Schutzverständnis die Stärkung von Jugendlichen und ihrem sozialen Umfeld gegen radikale Ideologien in den Fokus ihrer Arbeit. Dazu spannen wir ein Sicherungsnetz, in dem die Jugendlichen selbst, aber auch ihre Eltern und Fachkräfte wichtige Knotenpunkte bilden.

Leitbild der Radikalisierungsprävention sind die Grundpfeiler des friedlichen Zusammenlebens in Bayern: Demokratie, Pluralismus, Meinungsfreiheit, Toleranz und Gleichberechtigung. Das wichtigste Handwerkzeug ist das kritische Denken.

Unser Angebot

Um das friedliche Miteinander zu sichern, verfolgen wir in Bayern einen einzigartigen Ansatz. Ganz gleich ob Islamismus, Rechtsextremismus, Linksextremismus oder Antisemitismus: Der Einsatz gegen Extremismus setzt mit der Prävention so früh an, dass Radikalisierung im besten Fall erst gar nicht entsteht.

Drei Grundelemente bilden das Fundament der Präventionsarbeit in Bayern: die praktische Projektarbeit, die Sensibilisierung von Fachkräften und der Wissenstransfer.

  • Extremisten sprechen gezielt vulnerable Zielgruppen an, um diese für ihren radikalen Weg zu gewinnen. Insbesondere Kinder und Jugendliche, die sich auf der Suche nach ihrer Identität und ihrem Platz im Leben befinden, sind für radikale Ansprachen empfänglich. Aber auch Menschen in existenziellen Krisen oder mit traumatischen Erfahrungen finden sich im Fokus radikaler Ideologien und Anwerbeversuche. Die Radikalisierungsprävention fördert daher Maßnahmen und Projekte, die sich phänomenspezifisch an gefährdete Zielgruppen oder deren Umfeld (z.B. Eltern) wenden. Ziel ist die Stärkung der Menschen gegen extremistische Ideologien durch eigenes Hinterfragen der Versprechungen und ein informiertes soziales Umfeld.
     
  • Im Alltag plötzlich mit Radikalisierung oder Extremismus konfrontiert zu werden, kann verunsichern. Wie verhalte ich mich richtig? Um die Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, aber auch Vertreter von Kommunen, und zivilgesellschaftliche Akteure in ihrer Handlungssicherheit zu stärken, unterstützen wir mit Sensibilisierungsmaßnahmen wie Fortbildungen und Informationsmaterial, und bieten Vorträge an. Sie vermitteln Hintergrundwissen zu den Phänomenen und wichtigen Anlaufstellen, auf dem die praktische Arbeit aufgebaut werden kann. So können die Experten mit ihren jeweiligen Methoden das Heft des Handelns auch im Kontext von Radikalisierung wieder in die Hand nehmen.
     
  • Das Feld der Radikalisierung unterliegt stetigem Wandel. Der Wissenstransfer zwischen Behörden, Praxis und der Wissenschaft ist daher zentral, um auf die aktuellen Gefährdungslagen reagieren zu können. Auf regelmäßig stattfindenden Fachtagen fördert das Bayerische Sozialministerium diesen Austausch. Darüber hinaus pflegen wir einen engen Kontakt mit Forschungseinrichtungen, relevanten Stellen und Netzwerken auf Länder- und Bundesebene – aber auch international.

Sie planen ein Projekt? Wir helfen weiter!

Das Bayerische Sozialministerium fördert im Bereich der Radikalisierungsprävention innovative Präventionsprojekte, den Aufbau von kommunalen Netzwerken sowie weitere Aktionen zur Sensibilisierung für die Thematiken. Dazu stehen Landesmittel und Bundesmittel aus dem Programm „Demokratien leben!“ zur Verfügung. Auch eine mögliche Unterstützung bei einer Förderung durch das Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ können Sie mit uns besprechen.

Bei Fragen zu den Fördermöglichkeiten und der Antragstellung können Sie sich gerne vor Projektbeginn bei uns melden per Mail unter radikalisierungspraevention@stmas.bayern.de  oder telefonisch unter der 089/1261-1128.