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Bayern sozial: Themen & Trends

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Keyvisual: Zukunftsministerium - Was Menschen berührt - Bayern sozial: Themen & Trends


SONDERNEWSLETTER ZUR CORONA-KRISE


 

Portrait Carolina TrautnerSehr geehrte Damen und Herren,

es sind außergewöhnliche Zeiten. Die Corona-Pandemie stellt unsere ganze Gesellschaft vor enorme Herausforderungen. Familie, Freunde, Beruf – unser Alltag hat sich grundlegend verändert. Auch wenn wir zahlreiche Freiheiten vermissen, wissen wir: Es kommt auf uns alle an.

Mir ist bewusst, dass die Belastung insbesondere für Familien im Moment enorm ist. Kinderbetreuung zu Hause und dazu häufig noch Homeoffice, das ist für Eltern ein riesiger Spagat, der oftmals kaum zu bewältigen ist. Meines Erachtens ist es angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens vertretbar, ab dem 27. April die Notbetreuung für Kinder von berufstätigen Alleinerziehenden und Eltern, die in Bereichen der kritischen Infrastruktur arbeiten, zu erweitern. Aber auch um andere Personengruppen müssen wir uns verstärkt kümmern. Deshalb habe ich gemeinsam mit der Freien Wohlfahrtspflege Bayern und den Kommunalen Spitzenverbänden die Initiative „Unser Soziales Bayern: Wir helfen zusammen!“ gestartet. Sie war zunächst auf die Seniorinnen und Senioren fokussiert und ist ein großer Erfolg! Daher haben wir die Initiative um Informationen für Familien und pädagogische Fachkräfte sowie für Menschen mit Behinderung ergänzt. Außerdem zeigen wir auf unserer Homepage das beeindruckende Engagement von Frauen in der aktuellen Krise. Und mit unserem „Programm Soziales“ haben wir wichtige Schutzmaßnahmen für die bayerische Sozialwirtschaft auf den Weg gebracht.

Halten wir durch, halten wir Abstand, halten wir zusammen. Nutzen wir diese außergewöhnlichen Zeiten, um füreinander da zu sein und uns gegenseitig zu stärken. Vor allem aber: Bleiben Sie gesund!

Ihre
Carolina Trautner

 


SCHUTZMAẞNAHMEN FÜR DIE BAYERISCHE SOZIALWIRTSCHAFT

Der Ministerrat hat am 21. April auf Vorschlag von Staatsministerin Carolina Trautner zur Unterstützung des sozialen Bereichs in der Corona-Krise ein „Programm Soziales“ beschlossen. Dazu die Ministerin: „Wir müssen bei der Verteilung der Mittel aus dem Sonderfonds Corona-Pandemie auch an die Sozialwirtschaft denken. Denn die sozialen Dienste und Einrichtungen in Bayern sind für unsere Gesellschaft und ihre Versorgung mit sozialen Leistungen von ganz zentraler Bedeutung. Wir müssen ihre Existenz sichern und haben deshalb ergänzende Hilfen beschlossen. Die Maßnahmen für die Sozialwirtschaft bestehen aus drei Säulen: Zum einen aus den Hilfen nach dem Sozialdienstleister-Einsatzgesetz. Zum anderen hat der Freistaat Bayern am 7. April das bayerische Soforthilfeprogramm Corona auch auf tausende wirtschaftlich tätige gemeinnützige Einrichtungen ausgeweitet. Als dritte Säule hat die Staatsregierung nun das „Programm Soziales“ beschlossen. So sichert der Freistaat mit insgesamt 26 Millionen Euro die Existenz der Jugendherbergen, Schullandheime, Jugendbildungsstätten und Familienferienstätten in ganz Bayern. Für die zahlreichen kleineren Träger, die ebenfalls unter hohen Einnahmeausfällen leiden, wie beispielsweise die Ehe- und Familienberatungsstellen, Einrichtungen der Jugendarbeit, Jugendwerkstätten und Mütterzentren werden insgesamt 5 Millionen Euro bereitgestellt.

Die Ministerin weiter: „Auch unser Hilfesystem für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder werden wir finanziell stärken. Denn aus Gründen des Infektionsschutzes sind dort jetzt zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten notwendig. Die deshalb erforderliche zusätzliche psychosoziale Betreuung der Frauen und Kinder in den Ausweichquartieren und die erweiterte digitale Beratung durch die Fachberatungsstellen/Notrufe werden wir mit insgesamt rund 900.000 Euro unterstützen.“

Außerdem soll die staatlich angeordnete „Schließung“ von Betreuungseinrichtungen finanziell nicht zu Lasten der Eltern gehen. Deswegen werden die Eltern von Krippen-, Kindergarten-, Tagespflege- und Hortkindern von den Elternbeiträgen entlastet. Zugleich werden damit die Einrichtungsträger unterstützt, die auf die Erhebung der Elternbeiträge für die Monate April, Mai und Juni verzichten. Hierfür stellt Bayern rund 170 Millionen Euro bereit. Eltern von Kindern, die in der Notbetreuung betreut werden, müssen weiter Beiträge leisten.

 


INITIATIVE „UNSER SOZIALES BAYERN: WIR HELFEN ZUSAMMEN!“

Foto zum Artikel INITIATIVE „UNSER SOZIALES BAYERN: WIR HELFEN ZUSAMMEN!Unter dem Motto „Unser Soziales Bayern: Wir helfen zusammen!“ hat das Bayerische Sozialministerium gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden und den Kommunalen Spitzenverbänden bereits vor einigen Wochen eine neue Initiative gestartet. Die Initiative startete mit dem Ziel, Seniorinnen und Senioren zu unterstützen, da diese stärker durch das Coronavirus gefährdet sind. Dazu Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner: „Alle, die helfen können, müssen jetzt an einem Strang ziehen. In dieser besonderen Situation müssen wir als Gesellschaft zusammenstehen und zusammenhalten. Mit unserer Initiative zeigen wir gemeinsam mit den Kommunen und den vielen ehrenamtlichen Verbänden vor Ort, dass Bayern niemanden allein lässt. Allen, die hier Wertvolles leisten, danke ich ganz herzlich!“ Das Bayerische Sozialministerium unterstützt die Landkreise und kreisfreien Städte, die diese Hilfen gemeindeübergreifend koordinieren, mit einem Pauschalbetrag von einmalig 60.000 Euro. Auf einer interaktiven Bayernkarte finden Sie hier eine Übersicht zu allen Hilfsangeboten für ältere Menschen in Bayern. Es haben sich bereits mehr als 1.000 Initiativen auf unserer Homepage vernetzt.

Foto zum Artikel INITIATIVE „UNSER SOZIALES BAYERN: WIR HELFEN ZUSAMMEN!Anfang April wurde die Initiative „Unser Soziales Bayern: Wir helfen zusammen!“ deutlich erweitert und mit Informationen und Handreichungen für Familien und pädagogische Fachkräfte ergänzt. Die Homepage des Sozialministeriums bietet einen Überblick über finanzielle Hilfen, Beratungsstellen und viele Infos. „Familien sind in diesen Zeiten besonders gefordert. Kinder und ihre Eltern, aber auch die pädagogischen Fachkräfte stehen vor neuen Herausforderungen. Deswegen ist es mir als Familienministerin ein großes Anliegen, dass wir auch Familien und Fachkräfte in den Blick nehmen!“, so Trautner.

Foto zum Artikel INITIATIVE „UNSER SOZIALES BAYERN: WIR HELFEN ZUSAMMEN!Ebenfalls finden Sie im Rahmen der Initiative Tipps und Links für Menschen mit Behinderung auf der Homepage des Sozialministeriums. Dazu die Ministerin: „Mir ist es wichtig, dass wir auch alle Menschen mit Behinderung ermutigen, bei unserer Initiative mitzumachen. Deshalb haben wir zum Beispiel die Challenge ,Werkstätte goes Homeoffice‘ für diejenigen ausgerufen, die derzeit keine Möglichkeit haben, in den Werkstätten zu arbeiten. Wir freuen uns, wenn Sie Filme drehen oder Fotos machen, die wir dann veröffentlichen können.“

Foto zum Artikel INITIATIVE „UNSER SOZIALES BAYERN: WIR HELFEN ZUSAMMEN!Ganz aktuell wird auf der Homepage des Bayerischen Sozialministeriums das beeindruckende Engagement von Frauen in der Corona-Krise sichtbar gemacht. Unter dem Motto „Wir (Frauen) helfen zusammen!“ werden Frauen aus unterschiedlichsten Berufen gefragt, was sie bewegt, was sie umtreibt und was ihnen wichtig ist. Dazu Trautner: „Wenn’s drauf ankommt, sind die Frauen zur Stelle. Sie halten den Laden am Laufen!“

 

Weitere Informationen zur Initiative „Unser Soziales Bayern: Wir helfen zusammen!“ finden Sie hier .

 


AUSWEITUNG DER NOTBETREUUNG FÜR KINDER AB 27. APRIL

Ab dem 27. April wird die Notbetreuung in Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und Heilpädagogischen Tagesstätten behutsam erweitert. „Wir wollen die Notbetreuung vorsichtig und Schritt für Schritt ausweiten. Mir ist es hierbei ein besonderes Anliegen, erwerbstätige Alleinerziehende zu entlasten. Denn sie sind mit Arbeit und Kindererziehung derzeit großen Belastungen ausgesetzt.“, so Bayerns Familienministerin Carolina Trautner. Ab 27. April können erwerbstätige Alleinerziehende ihre Kinder zur Notbetreuung bringen. Auf eine Tätigkeit in einem Bereich der kritischen Infrastruktur kommt es dabei nicht an. Bei zwei Elternteilen genügt es ab dann, wenn nur ein Elternteil im Bereich der kritischen Infrastruktur tätig ist. mehr

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